Sakrale Baukunst
Ins frühe Mittelalter wiesen aufgedeckte Bestände von Mauern, die 1966 anlässlich der Restauration der Pfarrkirche St. Albin in Silenen bei archäologischen Teilgrabungen zutage traten. Mauerreste eines romanischen Gotteshauses aus dem 7. Jahrhundert und späterer Nachfolgebauten kamen zum Vorschein. Laut dem Fachexperten, Dr. H.R. Sennhauser, Archäologe, nimmt Silenen eine Schlüsselposition für die Geschichte des Christentums im Lande Uri und der gesamten Innerschweiz ein. Demnach bestand vor der Erwähnung eines Priesters (857) eine Kapelle am Standort der heutigen restaurierten Pfarrkirche aus dem Jahre 1786. Sie ist ein Meisterwerk des Barocks, ausgestattet mit 3 wertvollen Altären, darunter jener Hochaltar von der Sekinger-Künstlerfamilie Jodok Ritz, der aus der Vorgängerkirche übernommen wurde. Schliesslich die Deckengemälde vom süddeutschen Meister Ignaz Weiss, die in hervorragender Stückausstattung umrahmt sind. Die im Jahre 1511 erbaute und 1723 durch die Kirchenrüfe teils zerstörte und wiederaufgebaute Friedhofkapelle, birgt einen spätgotischen Altar. Erwähnenswert sind die Kapellen St. Anton im Dägerlohn und St. Ursula (Ellbogenkapelle) auf der Stetten, die unter den heutigen Deckengemälden solche des bekannten Kirchenmalers Friedrich Schrötter, aus Freiburg im Breisgau, bergen sollen. Schrötter hat auch für die damalige Pfarrkirche in Silenen und für das Beinhaus Gemälde geschaffen.
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